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Martin Schaller, Generaldirektor der RLB Steiermark

Raiffeisen Steiermark: Starkes Ergebnis

Das Geschäft der Raiffeisen-Bankengruppe (RBG) Steiermark sowie der Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark entwickelte sich 2025 trotz wirtschaftlicher Unsicherheit, schwacher Konjunkturdynamik und eines herausfordernden Marktumfelds gut. „Das vergangene Jahr war von geopolitischer Unsicherheit und verhaltener Konjunktur geprägt. Raiffeisen Steiermark hat sich in diesem Umfeld gut behauptet und ist ein starker Partner für die heimische Wirtschaft. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir auf einem stabilen Fundament stehen, unsere Kundinnen und Kunden verlässlich begleiten und mit einer starken Eigenmittelbasis ermöglichen wir Investitionen in den steirischen Regionen. Die 39 regionalen Raiffeisenbanken und die RLB Steiermark sind und bleiben mit der regionalen und digitalen Präsenz nah an den Menschen und Betrieben“, so Martin Schaller, Generaldirektor der RLB Steiermark. 

RLB Steiermark: 353,1 Mio. Euro Konzernergebnis und gestärkte Eigenmittel

Nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS liegt die Bilanzsumme der RLB Steiermark bei 17,5 Mrd. Euro und konnte damit gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Das steirische Raiffeisen-Institut erreichte ein Konzernergebnis von 353,1 Mio. Euro. Basis dafür waren das operative Kundengeschäft der RLB Steiermark sowie positive Effekte aus der RBI-Beteiligung. Die Eigenmittelquote konnte auf 24,77 Prozent gestärkt werden und liegt damit rund doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert.

Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark: 574 Mio. Euro Betriebsergebnis

Die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark konnte ihre Bilanzsumme nach UGB auf 39,2 Mrd. Euro steigern. Das Betriebsergebnis liegt mit 574 Mio. Euro weiterhin auf einem sehr guten Niveau, ebenso das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 443 Mio. Euro. Mit einer Eigenmittelquote von 25,9 Prozent weist die RBG Steiermark einen starken Wert aus: „Die hohe Eigenmittel-Ausstattung unserer Bankengruppe ermöglicht Finanzierungen der Wirtschaft und Haushalte sowie eigene Zukunfts-Investitionen“, so Schaller.

Kundengeschäft: Finanzierungen zogen wieder an

Die von Raiffeisen Steiermark gemanagten Kundengelder – darin sind sämtliche Kredite sowie Guthaben, Wertpapier-Veranlagungen und Rückkaufswerte von Versicherungen zusammengefasst – sind 2025 weiter auf 56,1 Mrd. Euro gestiegen. Raiffeisen Steiermark ermöglichte zudem 3,2 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für Unternehmen und Private. Umgerechnet wurden somit 12,8 Millionen Euro pro Tag für Investitionen bereitgestellt. Vorstandsdirektor Rainer Stelzer sieht darin ein wichtiges Signal für die Investitionsbereitschaft in der Steiermark: „Nach einer Phase der Zurückhaltung sehen wir wieder mehr Bewegung bei Finanzierungen. Besonders im Wohnbau und bei Firmenkunden gab es 2025 deutliche Impulse. Zinsen, Konjunktur und geopolitische Entwicklungen werden auch 2026 entscheidend dafür sein, wie dynamisch sich Investitionen weiterentwickeln.“

Ausblick: Vorsichtig optimistisch, aber Umfeld bleibt anspruchsvoll

Für 2026 erwartet Raiffeisen Steiermark eine Fortsetzung des positiven Trends im Kundengeschäft, allerdings mit geringerer Dynamik. Kundenvermögen und Wertpapiergeschäft sollen sich weiter positiv entwickeln, bei Finanzierungen wird ein leicht positives Bild erwartet. Schaller dazu: „2026 bleibt ein anspruchsvolles Jahr. Die Wirtschaft weist die erforderliche Fitness auf, es braucht aber auch die politischen Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern.“

Risiko: Kreditportfolio bleibt solide und resilient

Trotz des volatilen Umfelds weist Raiffeisen Steiermark weiterhin eine stabile Risikolage auf. Bei Privatkund:innen liegen 98 Prozent der Kredite in sehr guten, guten oder ausreichenden Bonitäten. Bei Firmenkund:innen sind es 96 Prozent. Auch im Bereich Projektfinanzierung und institutionelle Kunden liegen 94 Prozent in diesen Bonitätsklassen. Die NPL-Quote der RBG Steiermark ging 2025 erfreulicherweise leicht auf 3,87 Prozent zurück. Vorstandsdirektor Florian Stryeck: „Unser Kreditportfolio zeigt sich auch in einem schwierigen Umfeld solide und resilient. Die Haushalte sind widerstandsfähig und auch bei den Unternehmen sehen wir in der Gesamtbetrachtung keine deutlich erhöhte Ausfallsquote. Wir bewerten Risiken umsichtig und haben konservativ vorsorgt. Bei Projekten in der Bauphase bleiben Baukosten, Bauzeiten, Zinsniveau und Marktentwicklung sensible Faktoren. Entscheidend bleibt, nahe an den Kundinnen und Kunden zu sein und frühzeitig tragfähige Lösungen zu finden.“

Regional und digital: Raiffeisen investiert in Kundennähe

Raiffeisen Steiermark investiert weiter gezielt in regionale Präsenz, Beratung und digitale Services. Jährlich fließen rund 182 Mio. Euro in Bankstellen, Infrastruktur, Berater:innen und Ausbildung. Gleichzeitig sind 2026 rund 8,7 Mio. Euro für Betrieb, Weiterentwicklung und IT-Security digitaler Services vorgesehen. Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger: „Bereits 99 Prozent aller Kontotransaktionen erfolgen digital. Gleichzeitig zeigt sich gerade bei wichtigen Finanzentscheidungen, wie wesentlich persönliche Beratung bleibt. Deshalb investieren wir bewusst in beides: in leistungsfähige digitale Services und in starke Beratung vor Ort. Unser regionales Engagement wirkt weit über die Bank hinaus: in die Regionen, in den Arbeitsmarkt und in die wirtschaftliche Stabilität des Landes.“

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