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Wiener Privatbank: Starker Aufwärtstrend im ersten Halbjahr

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Laut aktuellem Halbjahresbericht der Wiener Privatbank gibt es eine starke Dynamik im Kerngeschäft. Kundenforderungen aus dem Kreditgeschäft legen um 29 Prozent zu. Die anhaltend hohe Kernkapitalquote wird als solides Fundament wahrgenommen.

Nach Bereinigung der Covid‐19‐bedingten Altlasten des Vorjahres setzt die Wiener Privatbank ihren Wachstumskurs fort und legt im Ergebnis deutlich zu. Im Zuge der schrittweisen Stabilisierung der Pandemie aufgrund der fortschreitenden Immunisierung der Bevölkerung haben sich die Aktienmärkte deutlich erholt und auch die realwirtschaftlichen Entwicklungen zeigen positive Signale. Davon konnte auch die Wiener Privatbank in ihrem Geschäftsverlauf profitieren. Durch gestiegene Marktpreise kam es nicht nur zu einer verbesserten Bewertung der Depotvolumina sondern es gab im ersten Halbjahr auch einen deutlichen Substanzzuwachs an verwaltetem Kundenvermögen. Somit konnten die für die Bank wesentlichen Assets under Management um 26 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Dies hatte auch positive Auswirkungen auf das Provisionsergebnis der Bank, welches im Jahresvergleich um rund 34 Prozent zulegen konnte.

Auch das Kreditgeschäft verlief auf Basis der einsetzenden wirtschaftlichen Erholung erfreulich und so konnte bei den Kundenforderungen in den ersten sechs Monaten eine deutliche Steigerung von 29 Prozent erzielt werden. Der für die Wiener Privatbank wesentliche Immobiliensektor zeigt sich von der Pandemie unbeeindruckt. Neben reger Entwicklungs‐ bzw. Bautätigkeit zeigt sich auch die Nachfrage nach Immobilien trotz steigender Preisniveaus ungebrochen, was sich positiv auf den Immobilienhandel der Bank ausgewirkt hat. Im Ergebnis bewirkt diese Entwicklung ein deutlich gesteigertes Ergebnis vor Steuern 3,81 Millionen Euro im Vergleich zur Vorperiode ‑0,79 Millionen Euro und somit ist die erste Hälfte des Geschäftsjahres aus Sicht der Bank sehr zufriedenstellend verlaufen.

Zunahme im Kerngeschäft sorgt für Wachstum und Ergebnisverbesserung

Der weitere Ausbau im Kapitalmarktgeschäft der Bank hat sich sichtbar positiv zu Buche geschlagen. So konnten die Assets under Management seit Jahresbeginn um 26 Prozent von 1.761 Millionen auf 2.211 Millionen Euro gesteigert werden und somit erstmals die „2‑Milliarde Schwelle” überschreiten. Das verwaltete Depotvolumen konnte seit Anfang des Jahres um 35 Prozent von 1.056 Millionen Euro auf 1.429 Millionen Euro zulegen. Die bilanziellen Kundenforderungen erhöhten sich aufgrund starker Nachfrage im Kreditgeschäft im Halbjahreszeitrum um 29 Prozent von 81 Millionen Euro auf 104 Millionen Euro. Damit erreichte das Kreditportfolio einen Höchststand seit Bestehen der Bank. Ein Anstieg ist auch im Einlagegeschäft der Bank zu verzeichnen, so legten die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um rund 7 Prozent von 253 Millionen auf 271 Millionen Euro zu. 

Die solide Entwicklung im Kerngeschäft schlägt sich auch positiv im Ergebnis nieder: zwar ist der Zinsüberschuss trotz gestiegener Kundenforderung im Vergleich zur Vorjahresperiode von 2,15 Millionen auf 1,8846 Millionen Euro leicht gesunken, was dem Umstand geschuldet ist, dass festverzinsliche Aktiva getilgt bzw. ausgebucht wurden. Dagegen konnte der Provisionsüberschuss im Jahresvergleich um 33,7 Prozent von 4,70 Millionen auf 6,28 Millionen Euro deutlich zulegen. Ebenso konnte das Ergebnis aus Immobilienhandel von 1,62 Millionen auf 3,53 Millionen Euro gesteigert werden. Auf Basis nahezu unveränderter Verwaltungsaufwendungen konnte somit eine deutliche Steigerung im Ergebnis vor Steuern von 3,81 Millionen gegenüber ‑0,51 Millionen Euro erzielt werden.

Die Bilanzsumme der Wiener Privatbank erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2021 auf 376,03 Millionen nach 355,63 Millionen Euro zum Ultimo 2020. Das Eigenkapital (exklusive Minderheiten) der Bank beläuft sich per Stichtag auf 40,18 Millionen Euro nach 37,56 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020. Die Kernkapitalquote (CET1) beträgt 18,02 Prozent und damit kann die Bank weiterhin auf eine starke Kapitalbasis als solides Fundament verweisen.

Ausblick 2021

Das erste Halbjahr 2021 stand im Zeichen der Erholung von der Covid‐19‐Pandemie. Die zunehmende Immunisierung der Bevölkerung und die damit verbundenen Lockerungsmaßnahmen führten zu einer Wiederbelebung der Realwirtschaft. Auch die Kapitalmärkte zeigten in der Berichtsperiode auf anhaltend hohen Niveaus. Angesichts der aktuell wieder ansteigenden Krankheitszahlen bleibt der weitere Pandemieverlauf jedoch abzuwarten und dementsprechend sind adverse Auswirkungen auf die Wirtschaftsdynamik sowie die Kapitalmarktentwicklungen nicht auszuschließen.

Die Wiener Privatbank sieht sich als dynamische Spezialbank mit klarer Fokussierung auf Sachwert‐ und Kapitalmarktkompetenz jedoch gut positioniert, um ihren Wachstumskurs weiter konsequent fortzusetzen. Im Immobilienbereich wird sich die Bank weiter auf die Strukturierung, die Finanzierung und den Vertrieb von weiteren Zinshaus‐ und Wohnungsprojekten konzentrieren. Auch der Aufbau weiterer Beteiligungen steht im Fokus. Zukunftsorientierte Produktneuerungen wie der erste nachhaltige Mezzaninkapitalfonds für Immobilienentwicklungsprojekte in Österreich werden für neue Impulse sorgen und die Wertschöpfungskette der Bank ergänzen.

Ebenso bleibt der weitere Ausbau im Kapitalmarktgeschäft ein erklärtes Ziel. Neben weiteren Wachstumsinitiativen im Bereich der Vermögensverwaltung soll durch die bewusste Konzentration auf das KMU‐Segment bei Anleihe‐ und Aktienemissionen die Marktposition in diesem Bereich ausgebaut und dadurch gleichzeitig Wachstumsimpulse für das Depot‐ und Brokerage Geschäft erzielt werden. Innovation und neue Modernität stehen ebenfalls zentral im Fokus: so hat die Bank bereits die Weichen in Richtung eines neuen, modernen Kernbankensystems gestellt. Darüber hinaus wird auch die Aufnahme von Dienstleistungen im Zusammenhang mit digitalen bzw. tokenisierten Assets intensiv geprüft.

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