KI-Vorreiter mit höherem Wachstum
Laut der Studie erzielen die zehn Prozent der Versicherer mit den stärksten KI-Fähigkeiten über einen Zeitraum von drei Jahren ein bis zu 21 Prozent höheres Umsatzwachstum sowie einen Anstieg des Aktienkurses um etwa 51 Prozent. Gleichzeitig befinden sich laut Report rund 60 Prozent der Versicherer weiterhin in der Erkundungs- oder Proof-of-Concept-Phase. „Die Versicherungsbranche steht vor ihrem Moment der Wahrheit: Die Vorreiter liefern den Beweis dafür, dass sich KI zu einem echten Wettbewerbsvorteil entwickelt, der sich direkt auf das Geschäftsergebnis auswirkt. Voraussetzung dafür ist, dass Versicherer sie von Anfang an in ihre Geschäftsstrategie einbetten“, sagt Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende bei Capgemini Österreich. Die sogenannten „intelligence trailblazers“ investieren laut Studie deutlich stärker in Change-Management, erklärbare KI und die organisatorische Verankerung von KI-Kompetenzen.
Branche kämpft mit Umsetzung und Kompetenzen
Die Studie zeigt zugleich erhebliche Herausforderungen bei der Skalierung von KI-Initiativen. Mehr als die Hälfte der befragten Schaden- und Unfallversicherer sieht keinen klaren Return on Investment für KI-Projekte, ebenso viele geben an, dass Verantwortlichkeiten für KI im Unternehmen unklar seien. Zudem nennen 67 Prozent der Versicherer einen Mangel an KI-Kompetenzen. „Während viele Versicherer noch mit den üblichen technischen und kulturellen Hürden kämpfen, sind die Vorteile inzwischen glasklar“, so Martina Sennebogen. Gleichzeitig berichten 47 Prozent der Mitarbeitenden mit Zugang zu KI-Tools, dass sich ihr Arbeitsalltag auch nach 18 Monaten Nutzung nicht verändert habe. Laut Studie bleibt damit insbesondere die organisatorische Integration von KI eine zentrale Herausforderung der Branche.

















