Einzelhandel in Europa trotzt Krise und rechnet mit Wachstum

© Pixabay
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Laut der Payment-Plattform Stripe planen die meisten europäischen Einzelhändler, ihr Geschäft trotz Corona-Krise zu erweitern, anstatt zu schrumpfen. Doch eine Expansion birgt auch immer mehr Risiken.

Die von Forrester durchgeführte, und von Stripe in Auftrag gegebene Studie kam zu dem Ergebnis, dass besonders die europäischen Einzelhändler der aktuellen Krise mit einer überraschenden Widerstandsfähigkeit begegnen. Ein Drittel der befragten Unternehmen hat einen insgesamt positiven Einfluss auf ihren Absatz gespürt, und mehr als die Hälfte (57 Prozent) plant trotz Krise eine Expansion in andere Länder. Die Verbesserung des Kundenerlebnisses steht ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste. 56 Prozent machen dies zu einem wichtigen oder kritischen Ziel für die nächsten zwölf Monate. Einzelhändler wollen nicht nur wachsen, sondern sie verstehen auch, dass sie flexibler werden müssen, um Marktveränderungen besser vorherzusehen und sich an diese anpassen zu können. Nach einem sehr herausfordernden Jahr hat die Mehrheit der Unternehmen (56 Prozent) diese Flexibilität zu einer kritischen bzw. hohen Priorität erklärt. 51 Prozent der Befragten geben außerdem an, dass sie in den nächsten 18 Monaten die Einführung eines neuen Geschäftsmodells, wie beispielsweise eines Abonnementdienstes, in Erwägung ziehen.

Mangel an Fachwissen als Risiko

Für die Mehrheit der Einzelhändler bleibt die internationale Expansion eine Herausforderung. Bei der Erschließung neuer globaler Märkte sehen sie sich mit neuen Zahlungsmethoden, lokalen Eigenheiten und regulatorischen Hürden konfrontiert. Und um einen bestimmten Markt wirklich zu bedienen, bedarf es einer umfassenden sprachlichen Anpassung. 42 Prozent der Befragten gaben jedoch an, dass ihre Firma nicht über diese Fähigkeit verfügt. Um in verschiedenen Märkten und Regionen reibungslos funktionieren zu können, müssen sich die Unternehmen auch an unterschiedliche Regeln und Vorschriften anpassen. Jedoch mangelt es nach eigener Angabe 44 Prozent der Firmen an lokaler Expertise, um länderspezifische Richtlinien und Vorschriften im Zahlungsverkehr zu verstehen. Diese Hürden können den Ambitionen eines Unternehmens im Ausland schaden, da sie zu geringeren Einnahmen und höheren Kosten für den Markteintritt führen können (31 Prozent). Sie führen dazu, dass Führungskräfte bei der Unterstützung der internationalen Expansion zurückhaltender werden (29 Prozent) und können Geldbußen mit sich bringen (29 Prozent). Manchmal hindern sie Unternehmen sogar ganz daran, in einen neuen Markt zu expandieren (33 Prozent). All dies droht das Wachstum und die Erholung von der Krise in Europa zu bremsen.

Moderne Zahlungstechnologien, um schneller zu wachsen

Der Expansionswille der europäischen Einzelhändler spiegelt sich auch in ihren Prioritäten bei der Payments‐Technologie wider. Wichtigstes Anliegen ist die Steigerung der Einnahmen und des Gewinns über mobile Kanäle (26 Prozent). Die Verbesserung der Möglichkeiten für grenzüberschreitende Zahlungen (21 Prozent) und die Auswahl an Zahlungsoptionen (20 Prozent) stehen ebenfalls hoch im Kurs. Die Einzelhändler in Europa erwarten, dass moderne Payment‐Technologie ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft, um mehr Kunden zu gewinnen und ihre Strategie als Reaktion auf die Corona‐Krise zu verbessern. Sie machen die Implementierung neuer Zahlungsmethoden (36 Prozent) und die bessere Zahlungsdatenauswertung (27 Prozent) in den nächsten 18 Monaten zu ihrer obersten Priorität. Sie wünschen sich von ihren Zahlungspartnern moderne Zahlungsoptionen, wie Treueprogramme (55 Prozent), Programme für kartengebundene Angebote (47 Prozent) und White‐Label‐Verbraucherkredite (45 Prozent). Marcos Raiser do Ó, Head of DACH & CEE bei Stripe, sagt abschließend: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind in ganz Europa zu spüren. Dennoch haben die europäischen Einzelhändler beeindruckende Widerstandsfähigkeit bewiesen und bleiben trotz erheblicher Hürden und Herausforderungen zukunftsorientiert. Stripe kann auf eine starke Erfolgsgeschichte zurückblicken, wenn es darum geht, Online‐Unternehmen dabei zu helfen, ihren Weg durch regulatorische Vorschriften zu finden. Wir werden die Expansionspläne dieser Unternehmen gerne weiter begleiten.“

Wöchentlich die wichtigsten News

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene direkt in Ihrem Posteingang.

In Kooperation mit

FMVÖ