Suche
Close this search box.
Top-Themen:
In Kooperation mit
© Bankhaus Spängler

Feierten 100 Jahre Niederlassung des Bankhaus Spängler in Zell am See: Regionalleiter Matthias Lassacher, Vorstandssprecher Werner G. Zenz, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Heinrich Spängler und Vorstandsmitglied Nils Kottke.

100 Jahre Niederlassung Zell am See: Bankhaus Spängler begab sich auf Zeitreise im Salzburger Pinzgau

Die älteste Privatbank Österreichs feierte mit zahlreichen Gästen das Jubiläum. Auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer war unter den Gratulanten. Die Gründungsgeschichte wird bis Ende Oktober im Museum Vogtturm erzählt.

Eine spannende Zeitreise durch ein ganzes Jahrhundert erlebten zahlreiche Gäste des Salzburger Bankhaus Spängler am vergangenen Wochenende in Zell am See. Dort feierte die älteste Privatbank Österreichs das 100-jährige Jubiläum ihrer Niederlassung im Pinzgau. Auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer zählte zu den Gratulanten und erhielt eine Führung durch die Bank im historischen “Kastnerhaus” sowie das angrenzende Museum Vogtturm, in dem die Gründungsgeschichte der Niederlassung noch bis Ende Oktober in einer Sonderausstellung erzählt wird.

Die Entstehungsgeschichte des Standorts von Spängler in Zell am See ist eng mit der touristischen Entwicklung der Region verwoben. Nach dem Ersten Weltkrieg forcierte der Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl visionäre Projekte im Pinzgau. Sie sollten den Fremdenverkehr ankurbeln und die Wirtschaft stärken. Schon 1922 starteten die Planungen für die Großglockner-Hochalpenstraße, 1924 für die Schmittenhöhebahn, 1926 für die Tauernkraftwerke Kaprun. Um am erhofften Aufschwung teilzuhaben, gründete Carl Spängler (III.) schon 1923 eine Niederlassung in Zell am See.

Bankhaus Spängler schlug im Pinzgau tiefe Wurzeln

“Die Rechnung ging auf, unser Bankhaus konnte sich maßgeblich an den Großprojekten beteiligen”, blickte Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Spängler zurück. “Bis 1928 brachte die Bank 65 Prozent des Aktienkapitals der Schmittenhöhebahn auf. Wenig später war sie Zahlstelle für den Bau der Großglockner-Hochalpenstraße nach dem Zweiten Weltkrieg auch für den Bau der Tauernkraftwerke. Das Bankhaus Spängler schlug im Pinzgau tiefe Wurzeln.” Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Richard Spängler – ein Bruder Carl Spänglers (III.) – das Geldwechselgeschäft der Bank in der Region maßgeblich aus.

“Verlässlicher Partner zur Stärkung der Wirtschaftskraft”

Im Rahmen der Feierlichkeiten würdigte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer das Engagement des traditionsreichen Familienunternehmens in der Region: “Das Bankhaus Spängler mit seiner Niederlassung in Zell am See spielt als älteste Privatbank Österreichs im Konzert unserer Wirtschaft eine bedeutende Rolle und ist dem Land stets ein verlässlicher Partner zur Stärkung der Wirtschaftskraft. Spängler verbindet im Pinzgau seit einem Jahrhundert Herkunft und Moderne und steht für höchste Kundenorientierung, Vertrauen und Fairness. Dazu gratuliere ich herzlich.“

Zeichen der Zeit immer früh erkannt

Historiker Erich Erker zeichnete die weitere Geschichte der Niederlassung nach: “Mehrere Wechselstuben entstanden, unter anderem an den Mautstellen der Großglockner-Hochalpenstraße und der Gerlosstraße. Ab den 1960er-Jahren wurden weitere Filialen in Thumersbach, Schüttdorf, Saalbach, Kaprun, Piesendorf und Rauris gegründet. Um 1980 begann der Geldwechsel jedoch an Bedeutung zu verlieren, da Touristen vermehrt daheim wechselten oder Reiseschecks und Bankkarten verwendeten. Durch die Einführung des Eurobargelds wurde er 2002 weitgehend obsolet. Danach veränderte die Digitalisierung das Bankwesen so grundlegend, dass das Schaltergeschäft immer mehr zurückging. Das Bankhaus Spängler erkannte beide Entwicklungen früh. Die Wechselstuben und jüngeren Pinzgauer Filialen wurden rechtzeitig geschlossen, bevor sie rote Zahlen geschrieben hätten.”

Bank für Kunden mit hohen Erwartungen an Beratung

Seit 2020 konzentriert sich das Bankhaus Spängler im Pinzgau auf den bewährten Standort im repräsentativen “Kastnerhaus” direkt im Zentrum von Zell am See. “In dem historischen Gebäude am Stadtplatz bieten wir persönliche Beratung gemäß unserem Anspruch ‘Best in Family Banking’. Mit Blick auf das Ganze stellen wir unseren Kunden Teams aus verschiedenen Fachbereichen zur Seite, die erstklassige Vermögens- und Finanzierungskonzepte erarbeiten”, sagt Vorstandssprecher Werner G. Zenz. Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen Kunden mit Privatvermögen, Familienunternehmen und Stiftungen, die hohe Erwartungen an die Beratung haben.

Gegründet 1828, ist Spängler das älteste Bankhaus Österreichs, aktuell sind an insgesamt neun Standorten mehr als 270 Mitarbeiter beschäftigt. Das Kundenvolumen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren beträgt rund 9,7 Milliarden Euro. Am Standort in Zell am See betreuen 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Kundenvolumen von mehr als 420 Millionen Euro. Die Niederlassung erwirtschaftete im Vorjahr Betriebserträge von 3,8 Millionen Euro und trug damit rund 7 Prozent zum Gesamtergebnis der Bank bei.

In Kooperation mit

FMVÖ

Wöchentlich die wichtigsten News?

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene in Ihren Posteingang.