AK Bankenmonitor: Studentenkonto – gratis ist nicht immer kostenlos

Studentin
© Pexels
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Bei beworbenen Gratis-Konten lauern oft Spesen, das zeigt der aktuelle AK Bankenmonitor bei 15 günstigsten Studentenkonten. Inkludierte Kreditkarten sind oft nur im ersten Jahr gratis – Vergünstigungen fallen bei Erreichen der Altersgrenzen weg.

Die Arbeiterkammer Wien hat im September die 15 günstigsten Studentenkonten aus dem AK Bankenrechner ausgewertet. Basis für die Auswertung war das Normalnutzer‐Modell mit 280 Buchungen pro Jahr. Der Bankenmonitor für Studentenkonten zeigt: Als gratis beworbene Studentenkonten sind nicht immer kostenlos. Bei acht von 15 getesteten Konten lauern Kontospesen. „Die Kontoführung und einige Buchungen bei den manchmal als ‚Gratis‐Konto‘ beworbenen Konten sind kostenlos, aber es können Zusatzspesen für bestimmte Transaktionen anfallen“, weiß AK Konsumentenschützer Christian Prantner. Laut AK Bankenmonitor lauern bei acht Konten Spesen. „Das bedeutet: Studentenkonten sind nicht immer gratis“, resümiert Prantner. So gibt es mögliche Spesen (etwa beleghafte Überweisungen 1,90 Euro bei der WSK), Barein‐ und Barauszahlungen am Schalter (bis zu drei Euro) oder Kontoauszüge (0,30 Euro bei der Hypo Tirol). Bei der Dadat – eine Marke von Schelhammer und Schattera – ist die kostenlose Kontoführung an monatliche Mindesteingänge von 300 Euro geknüpft – andernfalls werden 4,20 Euro pro Monat fällig.

Studentenkonten unterscheiden sich vor allem bei Zinssätzen

Auch die Altersgrenzen sind verschieden, diese liegen zwischen 24 und 30 Jahren. Meist wird danach das Studentenkonto auf ein „normales“ Konto umgestellt und es gelten unterschiedliche Preise und Spesen.Wenn etwas „schief“ läuft, kann es zudem teuer werden: Ist das Konto beispielsweise nicht gedeckt und kann keine Lastschrift durchgeführt werden, können für die Information über die Nichtdurchführung bis zu 12,15 Euro anfallen. „Studierende, die ein Konto eröffnen wollen, sollten sich über die Konditionen informieren, am besten in den gesetzlichen Entgeltinformationen.“ Zudem unterscheiden sich die Konten vor allem bei den Zinssätzen. Die Zinssätze für Guthaben betragen bis zu 0,125 Prozent (UniCredit Bank Austria, WSK), im Schnitt nur magere 0,01 Prozent. Die Zinssätze für Überziehungen (4,625 Prozent bei der VKB – Volkskreditbank bis 11,25 Prozent bei der Tiroler Sparkasse) sind deutlich günstiger als bei normalen Girokonten: im Schnitt (Median) 8,25 Prozent. Die ING verlangt bei einer Überziehung bis 250 Euro keine Zinsen. Generell: Die Höhe der Überziehungsrahmen ist Vereinbarungssache und von der Bonität der StudentInnen abhängig.

Wöchentlich die wichtigsten News

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene direkt in Ihrem Posteingang.

In Kooperation mit

FMVÖ