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Halbjahresbericht 2021 VIG: Prämien und Gewinn deutlich erhöht

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Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende VIG

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Starke Performance: Die Vienna Insurance Group (VIG) liefert mit den Zahlen zum Halbjahr 2021 positive Ergebnisse. Bei allen wichtigen Kennzahlen konnte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.

„Die Geschäftsentwicklung der VIG-Gruppe schließt an das Niveau vor der Corona‐Pandemie an. Das deutliche Plus sowohl bei den Prämien als auch beim Gewinn wurde in einem weiterhin herausfordernden Umfeld erwirtschaftet, denn die Pandemie hat uns auch im ersten Halbjahr weiter begleitet und in unterschiedlicher Ausprägung unseren Alltag beeinflusst. Als positiven Einfluss für unsere stabile Entwicklung sehe ich unser Geschäftsmodell, das allen regionalen Gruppengesellschaften die erforderliche unternehmerische Freiheit gibt, um mit lokal abgestimmten Angeboten und Lösungen erfolgreich zu sein. Es ermöglicht uns als größte internationale Versicherungsgruppe in Zentral‐ und Osteuropa in den unterschiedlichen Situationen der einzelnen Länder unserer Region rasch und individuell zu agieren“, erklärt Generaldirektorin Elisabeth Stadler.

Prämiensteigerung auf 5,8 Millionen Euro

Bei den Prämieneinnahmen zeigte sich trotz unterschiedlich ausgeprägten Covid‐19 Einflüssen in den VIG‐Märkten ein deutlicher Aufwärtstrend. Das Prämienvolumen konnte um 3,5 Prozent auf 5.773 Millionen Euro gesteigert werden. In allen Sparten, mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung, konnte ein Prämienplus erwirtschaftet werden. Vor allem die sonstige Sachversicherung verzeichnete ein starkes Prämienplus von 5,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Auch in der Kfz‐Versicherung konnte in der Kaskoversicherung ein deutliches Plus von 7,3 Prozent auf 709 Millionen Euro und in der Haftpflicht von 3,7 Prozent auf 810 Millionen Euro verzeichnet werden. In der Krankenversicherung stiegen die Prämien auf 368 Millionen Euro (+3,3 Prozent). Während die Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung auf 1.362 Millionen Euro (+ 1,9 Prozent) erhöht werden konnte, verzeichnete das Geschäft mit den Einmalerlägen einen strategiekonformen Rückgang um 6,7 Prozent auf 446 Millionen Euro. Die prämienmäßig höchsten Steigerungen erzielten die Segmente Tschechische Republik, Polen, Rumänien und Ungarn. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle abzüglich der Anteile der Rückversicherung lagen mit 3,6 Milliarden Euro um 0,9 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode.

Ergebnis vor Steuern um 25 Prozent gesteigert

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 251,4 Millionen Euro um 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Es beinhaltet getroffene Vorsorgen für Covid‐19 und Unwetterereignisse. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen betrug zum Halbjahr 2021 186,3 Millionen Euro und ist um 47,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Die aufsichtsrechtliche Solvenzquote der VIG‐Gruppe beträgt zum 30. Juni 2021 267 Prozent und zeigt weiterhin eine sehr starke und stabile Kapitalausstattung. Das Finanzergebnis (inklusive Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) erreichte zum Halbjahr 2021 einen Wert von 353,6 Millionen Euro und liegt um 8,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Rückgang resultiert vorrangig aus geringeren realisierten Gewinnen und Verlusten. Der Return on Equity vor Steuern konnte von 9,1 auf 11 Prozent verbessert werden. Die Kapitalanlagen der VIG‐Gruppe betrugen zum 30. Juni 2021 37,5 Milliarden Euro.

Combined Ratio weiter verbessert

Die Schaden‐Kosten‐Quote der VIG‐Gruppe lag mit 95,2 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Diese Verbesserung ist trotz spürbaren Auswirkungen von Unwetterschäden gegen Ende Juni 2021 auf einen insgesamt besseren Schadensverlauf und auf die seit der „Agenda 2020“ und im neuen Strategieprogramm „VIG 25“ weitergeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Combined Ratio zurückzuführen.

Ausblick 2021

Neben der weiter anhaltenden Pandemie und der hohen Unsicherheit über die Entwicklung und Auswirkungen der sich stark verbreitenden Delta‐Variante, können weitere Naturkatastrophen, wie die Überschwemmungen im Juli, den Verlauf des zweiten Halbjahres 2021 beeinflussen. „Wir sind trotzdem und auf Grund unserer umsichtigen Reservierungspolitik zuversichtlich, unsere angestrebten Ziele für 2021 zu erreichen. Wir bestätigen somit unseren Ausblick, ein Prämienvolumen von rund 10,4 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Steuern in der Bandbreite von 450 Millionen Euro bis 500 Millionen Euro zu erreichen. Die Combined Ratio soll bei rund 95 Prozent liegen“, bekräftigt Elisabeth Stadler die Prognose für 2021.

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