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VVO: Stabile Entwicklung der Versicherungen 2020

Robert Lasshofer, neuer Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO
© Wiener Städtische Versicherung

Robert Lasshofer, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO

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Die österreichische Versicherungswirtschaft hat auch im schwierigen Jahr 2020 ihre Stärke und Stabilität bewiesen.

Über 50 Millionen aufrechte Verträge wurden bei heimischen Versicherungen abgeschlossen. Kundinnen bekamen nach vorläufigen Zahlen insgesamt 15,6 Milliarden Euro an Leistungen aus ihren Verträgen im Vorjahr ausbezahlt. Das ist um 4,7 Prozent mehr als im Jahr davor. „Gerade in Krisenzeiten zeigt sich einmal mehr, dass Versicherungen ihre Kundenversprechen einhalten und sowohl für Privatkunden als auch Firmenkunden verlässliche Partner sind. Darüber hinaus wirken sie auch stabilisierend auf die Finanzmärkte, da sie langfristig Vermögenswerte von über 110 Milliarden Euro in Staatsanleihen, Immobilien, Beteiligungen oder Aktien investieren und somit ein wichtiger Impulsgeber für die österreichische Wirtschaft sind“, sagt Mag. Robert Lasshofer, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Die österreichische Versicherungswirtschaft hat trotz der Corona‐Krise einmal mehr ihre Solidität und wirtschaftliche Kontinuität unter Beweis gestellt. Als „Fels in der Brandung“ haben die österreichischen Versicherungen ihre Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft erneut erfolgreich bestätigt. Die heimischen Assekuranzen beschäftigen rund 29.000 Personen.

„Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2020 sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Schaden‐Unfallversicherung ein solides Prämienwachstum, in der Lebensversicherung gab es jedoch einen geringfügigen Rückgang der Prämienentwicklung. Insgesamt verzeichnete die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum der Prämieneinnahmen von 1,6 Prozent auf 18 Milliarden Euro“, so Dr. Louis Norman‐Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.

Lebensversicherung: Rückgang von 1,4 Prozent

Mit einem Rückgang von 1,4 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2020 auf rund 5,4 Milliarden Euro. Die laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 4,7 Milliarden Euro um 2,0 Prozent. Die Einmalerläge verzeichneten mit 0,7 Milliarden Euro dagegen ein Plus von 2,7 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge bleiben die Verträge mit rund 1 Million stabil, das Prämienvolumen beläuft sich auf rund 0,8 Milliarden Euro. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,8 Milliarden Euro an die Kundinnen der Lebensversicherung ausgezahlt, das entspricht einem Wachstum von 8,0 Prozent (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen).

Krankenversicherung: Rückgang von 3,2 Prozent

Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin für alle Österreicher bei. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Im Vorjahr wurden Leistungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro ausbezahlt, was einem Rückgang von 3,2 Prozent entsprach (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen). Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um 3,9 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Schaden‐Unfallversicherung: Steigerung von 2,6 Prozent

Das Prämienvolumen der Schaden‐Unfallversicherung (inklusive KFZ‐Haftpflichtversicherung) wuchs 2020 auf 10,2 Milliarden Euro und zeigt somit eine Steigerung von 2,6 Prozent. Die Leistungen in der Schaden‐Unfallversicherung liegen mit 6,4 Milliarden Euro auch im Jahr 2020 auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 2,6 Prozent.

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