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IV und Aktienforum: Chancen des Kapitalmarktes für Menschen & Unternehmen nutzbar machen

© Alexander Müller

IV-Präsident Georg Knill

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Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Knill & Aktienforum-Präsident Ottel sind sich einig: Aufholbedarf bei Wirtschafts- und Finanzbildung; Behaltefrist Anreiz für Vermögensaufbau durch Wertpapiere; Solide Unternehmensliquidität sichert Jobs.

„Von der privaten Altersvorsorge bis zur Unternehmensfinanzierung – ein starker Kapitalmarkt geht uns alle an und ist das Fundament für die wirtschaftliche Stabilität eines Standortes sowie der Bürger. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert. Im Gegenteil, wir brauchen gerade jetzt attraktive Rahmenbedingungen, etwa durch steuerliche Anreize bei Kapitalerträgen oder einen stärkeren Fokus auf Wirtschafts- und Finanzbildung“, betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, im Rahmen einer Pressekonferenz mit Robert Ottel, Präsident des Aktienforums, und Meinungsforscher Peter Hajek. Dabei wurden unter anderem die Ergebnisse einer Studie präsentiert, die von der Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH im Auftrag des Aktienforums durchgeführt worden war. Im Fokus standen das Wissen der Menschen um den Umgang mit Wertpapieren, das generelle Interesse am Kapitalmarkt und wie die Corona-Krise die Sichtweise der Menschen geändert hat.

Wirtschafts- und Finanzbildung in Schullehrplänen verankern

Laut Studienergebnissen verfügt jede fünfte alleine oder mit Partner über Aktien- und Anleihefonds und 14 Prozent investieren in Anleihen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier signifikante Steigerungen. Und trotzdem gibt gerade einmal jeder fünfte an, sich mit Veranlagungen an der Börse gut auszukennen. „Wir orten bei der Wirtschafts- und Finanzbildung klaren Aufholbedarf“, so Knill. Konkret müssten Lehrmaterialien überarbeitet und mit finanzrelevanten Inhalten angereichert werden. Insgesamt schlagen IV und Aktienforum vor, Wirtschafts- und Finanzbildung in den Schullehrplänen bereits ab Unterstufe oder Mittelschule stärker zu verankern.

Einjährige Behaltefrist einführen

Zudem plädieren Aktienforum und IV für bessere Rahmenbedingungen, damit die Österreicherinnen die Möglichkeiten eines modernen, attraktiven Kapitalmarktes optimal nutzen können. Dazu Knill: „Gerade in Anbetracht des anhaltenden Nullzinsumfelds für Sparanlagen wäre die Einführung einer Behaltefrist von einem Jahr ein probates Mittel zur Stärkung der Anreize für den langfristigen Vermögensaufbau und die Veranlagung in Wertpapieren.“ Aktienforum-Präsident Ottel sieht zudem „in der Mitarbeiterbeteiligung einen weiteren Schlüssel, der das Mindset der Menschen ändern kann und hervorragend funktioniert“, wie die Praxis zeige. Zudem habe die Corona-Krise deutlich gezeigt, wie wichtig attraktive Finanzierungsangebote für österreichische Unternehmen sind. „Eine solide Unternehmensliquidität ist der Garant für Investitionen von morgen und das schafft und sichert Arbeitsplätze“, so Ottel. Daher plädieren IV und Aktienforum dafür, dass Zinsen auf Eigenkapital steuerlich verwertet werden können.

Studienergebnisse auf einen Blick

Studienautor Hajek erläutert: „Das Interesse der Menschen nach Spar- bzw. Anlagemöglichkeiten ist im Vergleich zu früheren Erhebungen auf einem hohen Niveau. Dem gegenüber stehen eine durchaus selbstkritische Einschätzung über das eigene Börsewissen sowie Vorbehalte von Wertpapierinvestments. Das heißt, es bedarf an Information und Aufklärung über die Chancen und Risiken am Finanzmarkt. Das findet auch bei den Befragten Anklang, die insbesondere in den Schulen verstärkten Unterricht zu diesem Thema fordern.“ Die zentralen Ergebnisse zum Thema „Anlegen am Aktienmarkt – Befragung der österreichischen Bevölkerung“ auf einen Blick:

  • Jede Vierte ist prinzipiell am Kauf von Aktien, Anleihen, Investmentfonds etc. interessiert.
  • Nur vier Prozent geben an, sich sehr gut mit Veranlagungen an der Börse auszukennen.
  • Für 12 Prozent hat sich der Blick auf die Aktienmärkte in der Corona-Pandemie zum Kritischen verändert, nur für sieben Prozent zum Positiven.
  • Beinahe jeder Vierte gibt an, dass sich sein Anlege- oder Sparverhalten in der Corona-Pandemie grundsätzlich verändert hat. 40 Prozent antworten, jetzt mehr zu sparen.
  • „Fehlendes Wissen über den Aktienmarkt“ als Vorbehalt, warum man nicht am Aktienmarkt aktiv wird, trifft für 40 Prozent „voll zu“ und weitere 20 Prozent „eher zu“.
  • 44 Prozent halten Wirtschafts- und Finanzbildung in den Schullehrplänen für eine „sehr gute Idee“, um Österreicherinnen zu motivieren, an der Börse zu investieren.

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