N26: Streit um Betriebsratswahl geht weiter, Polizeikontrolle vor Ort

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Gewerkschaft Verdi sprang ein, um die Betriebsratswahl totz einstweiliger Verfügung abhalten zu können – Polizeikontrolle inklusive.

Die Betriebsratswahl der Smartphone‐Bank N26 fand trotz einstweiliger Verfügung des zuständigen Berliner Arbeitsgerichts am 14. August statt (ForumF berichtete). Als Veranstalter war die Gewerkschaft Verdi vor Ort, um die einstweilige Verfügung zu umgehen. Dass die Betriebsratswahl nun doch stattfinden würde, gaben die Initiatoren von N26 via Twitter bekannt. Somit ging das Meeting wie geplant vergangenen Freitag im Hofbräu Wirtshaus Berlin um 13 Uhr über die Bühne. Zwei Stunden später wurde die erfolgreiche Wahl eines Wahlvorstandes, der den Betriebsrat organisieren wird, auf Twitter bekannt gegeben. Im Zuge des Meetings schaute die Polizei vorbei, um die Hygiene‐Bedingungen zu kontrollieren und zog wieder ab. Am Abend entschuldigte sich der Chef des Unternehmens jedoch für die „eskalierte Debatte“, nachdem weltweit Medien über die Vorfälle berichteten, und schrieb, er hätte einen traditionellen Betriebsrat immer unterstützt, wenn er auch für eine moderne Version der Mitarbeiterrepräsentation gewesen wäre. Der Chef verspricht, dass die Betriebsratswahlen gemeinsam mit den Initiatoren sicher durchgeführt werden können.

Die Stimmung bei N26 in Berlin muss am Boden sein, die Fronten zwischen den Gründern Valentin Stalf, Maximilian Tayenthal, ihren Managern und den Mitarbeitern verhärtet. Intern soll es laut Analyse von Trending Topics bereits schlechte Stimmung seit dem Herbst 2019 geben, da aufgrund eines technischen Fehlers die Kontobewegungen von Kollegen einsehbar waren. Auch auf kununu zeichnet sich das schlechte Betriebsklima ab: so ist hier seit 2019 ein Abwärtstrend betreffend Management, Personalabteilung, Work‐Life‐Balance, Wertschätzung und Gehalt zu erkennen.

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