RBI hält Konjunkturwende 2020 für möglich

Peter Brezinschek, Chefanalyst von Raiffeisen Research
© RBI / M. Schreiber

Peter Brezinschek, Chefanalyst von Raiffeisen Research

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Peter Brezinschek, Chefanalyst von Raiffeisen Research, hält eine Konjunkturwende 2020 für möglich: Die Industrierezession laufe aus, die Geldpolitik bleibe nach der Lockerung weiter in „Warteposition“ und die EZB befeuert weiter die Credit-Märkte – somit sei das Motto für ein Kapitalmarktszenario 2020 „Aktienmärkte bleiben bullish“.

Ein grundsätzlich positives Kapitalmarktszenario erwartet Peter Brezinschek, Chefanalyst von Raiffeisen Research, für 2020 – für Österreich, aber auch in den wichtigen CEE‐Märkten und den USA.

In Österreich, erklärt Brezinschek, sei „die Schwäche der Industrie nun auch angekommen. Wir haben hier eine sogenannte technische Rezession aufgrund der starken Entwicklungen des Jahres 2018. Aber“, schränkt Brezinschek ein: „Wir erwarten im Verlauf von 2020 eine Bodenbildung im industriellen Sektor mit einer nachfolgenden Aufschwungentwicklung, sodass die gute private Konsumnachfrage und die starke Entwicklung im Dienstleistungssegment auch 2020 für ein Wachstum von zumindestens 0,8 % sorgen sollte, das 2021 mit 1,4 % wieder auf ein deutlich höheres Niveau kommen kann“.

Analoges erwartet Brezinschek generell für die Entwicklung der globalen Märkte im ersten Quartal 2020: „Wir haben im vierten Quartal 2019 eine eindrucksvolle Rallye auf den globalen Aktienmärkten erlebt. Amerika hat neue Höchststände erzielt. Europa hat aufgeschlossen. Und selbst die enttäuschenden osteuropäischen Börsen haben sich im Verlauf des letzten Jahres dieser Party angeschlossen. Wir erwarten, dass diese aufwärtsgerichtete Aktienmarktentwicklung auch in der ersten Jahreshälfte 2020 anhalten wird, weil wir einen Bodenbildungsprozess im schwachen Industriesektor erwarten – also eine Trendwende in diesem Segment und die Gewinnerwartungen für 2020 gut aussehen.“

Schließlich CEE, mit auch die Kernmärkte der Raiffeisen Bank International RBI: Seit Sommer 2019 haben die Wachstumskräfte nachgelassen, aber trotzdem, macht der Chefanalyst auf Positives aufmerksam: „Polen und Ungarn trotzen dieser Entwicklung mit Wachstumsraten von über 4 % im letzten Jahr; in Tschechien und der Slowakei macht sich allerdings die Schwäche des Automobilsektors in Europa bemerkbar mit Wachstumstraten nur knapp über der 2-%-Marke“. Insgesamt werde das Jahr 2020 von einem nach wie vor überdurchschnittlichen Wachstum in Osteuropa geprägt sein, erwartet Brezinschek, weil einfach die private Konsumnachfrage die Schwächen in der Exportentwicklung kompensieren“.

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